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Bei ASCO 2026 und EHA 2026 wurden Daten zu Carfilzomib-haltigen Regimen bei Patient:innen mit Multiplem Myelom vorgestellt. Im Fokus standen die Phase-3-Studie SUCCESSOR-2 bei rezidiviertem/refraktärem Multiplem Myelom sowie eine Analyse der randomisierten Phase-2-Studie FORTE zur prognostischen Bedeutung einer anhaltenden MRD-Negativität.

Carfilzomib bei NDMM

Impact of sustained MRD negativity on long-term outcome of transplant eligible newly diagnosed multiple myeloma patients enrolled in the randomized phase 2 FORTE trial – Bertuglia et al., EHA-3781 / PF765

In dieser Analyse der randomisierten Phase-2-Studie FORTE wurde untersucht, wie die Dauer einer anhaltenden MRD-Negativität mit PFS und OS bei transplantationsgeeigneten Patient:innen mit NDMM zusammenhängt. Berücksichtigt wurden Patient:innen, die in der Erhaltungstherapie Carfilzomib plus Lenalidomid oder Lenalidomid allein erhielten.
Ergebnisse
356 Patient:innen wurden in die Erhaltungstherapie randomisiert. Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 85 Monaten hatten 80 % der Patient:innen innerhalb von 60 Monaten mindestens eine MRD-negative Probe. Eine anhaltende MRD-Negativität über mindestens 1, 2, 3, 4 bzw. 5 Jahre wurde bei 53 %, 42 %, 36 %, 28 % bzw. 20 % der Patient:innen (ITT) beobachtet.
Mit längerer Dauer der MRD-Negativität nahm der PFS-Vorteil gegenüber Patient:innen ohne MRD-Negativität zu. Bei einer anhaltenden MRD-Negativität über mindestens 3 Jahre lag die HR für PFS bei 0,17 (95%-KI 0,07–0,40; p<0,001), bei mindestens 5 Jahren bei 0,06 (95%-KI 0,03–0,15; p<0,001). Patient:innen mit einer anhaltenden MRD-Negativität über mindestens 5 Jahre erreichten eine 7-Jahres-PFS-Rate von 91 % und eine 7-Jahres-OS-Rate von 98 %.
Bei Patient:innen mit anhaltender MRD-Negativität über mindestens 3 Jahre lagen die 7-Jahres-PFS-Raten bei mCGS-Standardrisiko und mCGS-Hochrisiko bei 84 % bzw. 83 %. Bei kürzerer anhaltender MRD-Negativität blieb die Risikoklassifikation prognostisch relevant.
Fazit
Die FORTE-Analyse zeigt eine Assoziation zwischen längerer Dauer der MRD-Negativität und besseren Langzeit-Outcomes. Besonders eine anhaltende MRD-Negativität über mindestens 3 Jahre war mit höheren PFS- und OS-Raten verbunden; bei mCGS-Hochrisiko-Patient:innen wurden in dieser Gruppe ähnliche 7-Jahres-PFS-Raten wie bei mCGS-Standardrisiko beobachtet.
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Carfilzomib bei RRMM

Mezigdomide, carfilzomib, and dexamethasone (MeziKd) vs carfilzomib and dexamethasone (Kd) in relapsed/refractory multiple myeloma (RRMM): Results from the phase 3 SUCCESSOR-2 trial – Richardson et al., ASCO - LBA7506

In der Phase-3-Studie SUCCESSOR-2 wurde Mezigdomid in Kombination mit Carfilzomib und Dexamethason (MeziKd) mit Carfilzomib und Dexamethason (Kd) bei Patient:innen mit RRMM verglichen. Eingeschlossen waren Patient:innen mit ≥1 Vortherapielinie einschließlich Anti-CD38-Antikörper und Lenalidomid. Primärer Endpunkt war das progressionsfreie Überleben (PFS).
Ergebnisse
Insgesamt wurden 479 Patient:innen analysiert. Das mediane Alter lag bei 68 Jahren, ca. 92 % der Patient:innen waren triple-class-exposed, ca. 86 % refraktär gegenüber einem Anti-CD38-Antikörper und ca. 76% refraktär gegenüber Lenalidomid.
Wirksamkeit
Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 10,6 Monaten zeigte sich unter MeziKd im Vergleich zu Kd ein längeres medianes PFS von 18,0 versus 8,3 Monaten (HR 0,48; 95%-KI 0,36–0,63; p<0,0001) (s. Tabelle 1). Die ORR betrug 80,2 % versus 53,4 %, ein komplettes Ansprechen oder besser wurde bei 26,7 % versus 8,9 % der Patient:innen berichtet.
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Verträglichkeit
Unerwünschte Ereignisse Grad 3–4 traten bei 83,7 % der Patient:innen unter MeziKd und bei 56,5 % unter Kd auf. Neutropenien Grad 3–4 wurden bei 61,1 % versus 9,1 % und Infektionen Grad 3–4 bei ca. 34 % versus 15,6 % berichtet. Infektionen Grad 5 traten bei 2,4 % versus 1,1 % der Patient:innen auf.
Fazit
MeziKd war in SUCCESSOR-2 gegenüber Kd mit einem längeren PFS und höheren Ansprechraten bei überwiegend anti-CD-38 mABs- und Lenalidomid-refraktären Patient:innen mit RRMM vergesellschaftet. Unerwünschte Ereignisse Grad 3–4, insbesondere Neutropenien und Infektionen, wurden unter MeziKd häufiger berichtet.